Polizei verwehrt Unterkunft

Grimmen (Nordvorpommern-Rügen). So recht konnten Einsatzkräfte des Grimmener Polizeireviers am gestrigen Abend zwei junge Männer aus Grimmen nicht verstehen. Diese kamen gegen 19 Uhr zur Dienststelle und wollten dort nächtigen, in der Zelle. Zumindest teilten sie das mit. Doch bittet man für gewöhnlich höflicher um Quartier und das taten sie nicht.

Ein Polizist befand sich gerade in einem Gespräch mit einem Bürger. In dieses Gespräch fielen der 29- und der 17-Jährige mit Zwischenrufen und Beschimpfungen ein. Wiederholt rügten die Polizeibeamten die Äußerungen und stellten im Gespräch klar, dass in der Zelle nicht genächtigt wird und die Störenfriede die Dienststelle zu verlassen haben. Diese setzten sich jedoch demonstrativ auf eine Bank im Vorraum. Und die Beleidigungen nahmen an Wortgewicht und Intensität zu. Der ältere zog plötzlich eine volle Bierflasche aus dem linken Ärmel und wollte mit dieser zuschlagen. Von zwei Polizisten wurde er an den Armen ergriffen und vor die Tür befördert. Der jüngere folgte ihm unaufgefordert und eigenständig. Doch nach zwei Minuten waren sie bereits wieder in der Dienststelle, als hätten sie etwas vergessen. Erneut beleidigten sie und wurden kurzerhand wieder vor die Tür befördert. Und dabei blieb es dann.

Dass beide nicht ganz Herr ihrer Sinne waren ist anzunehmen, sie zeigten sich deutlich alkoholisiert. Doch bleibt das abendliche Theater nicht ohne Folgen. Angezeigt wurden sie wegen Beleidigung, Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruch.

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