Stralsund. Das Jahr 2007 war ein fr die Polizei sehr interessantes und abwechslungsreiches Jahr. Neben den alltglichen Aufgaben mit den Schwerpunkten Bekmpfung der Straen-kriminalitt und der Senkung der Verkehrsunfallzahlen sowie dem Bderdienst, hatte wir ein absolutes Highlight, den G8- Gipfel in Heiligendamm. Das verlangte uns alles ab und ging nahezu an unsere Schmerzgrenze. Wir knnen stolz darauf sein, dass wir all diese Aufgaben mit Bravour gemeistert haben. Natrlich ging damit einher, dass in einzelnen Bereichen die Prsenz der Polizei vernachlssigt werden musste.
Im Jahr 2007 wurden in der Polizeidirektion Stralsund insgesamt 8.739 Verkehrsunflle aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr mit 8.412 Verkehrunflle bedeutet das eine Erhhung um 3,9%. Dabei ist bei Verkehrunfllen mit Personenschden die hchste Steigerung, um 15,2% zu verzeichnen. Bei Verkehrunfllen mit schwerwiegenden und leichten Sachschden haben wir einen Rckgang von insgesamt 10 %. Durch die zu Beginn erwhnte Einsatzlage hat sich der Verfolgungsdruck in gewissen Zeitabschnitten des Jahres 2007 verringert, was sich auch negativ auf die Entwicklung der VU mit sonstigem Sachschaden unter Alkoholeinfluss auswirkte. Hier haben wir eine Steigerung um 11,7%.
Die Hauptunfallursachen haben sich seit Jahren nicht gendert. berhhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit steht mit 211 Verkehrunfllen an hchster Stelle. Das Fahren unter Einfluss von Alkohol belegt nach wie vor an zweiten Platz, mit 134 Unfllen. Mit 80 Unfllen liegt das gefhrliche berholen auf dem dritten Platz.
Hufig sind Verkehrsunflle unter Alkoholeinfluss mit schweren Folgen verbunden. Es wurden 8.015 Fahrzeugfhrer kontrolliert. Dabei wurden 672 folgenlose Trunkenheits-fahrten festgestellt und angezeigt. Das heit, etwa jeder 12. der kontrollierten Verkehrsteilnehmer ist unter Alkohol gefahren!
Alkohol, Drogen und andere berauschende Mittel sind ein brandgefhrlicher Mix, der beim Fhren eines Fahrzeuges im ffentlichen Straenverkehr nicht nur sich selbst, sondern auch anderen so sehr gefhrlich werden kann. Zwar ist der Anteil der Verkehrunflle mit der Ursache Drogen und andere berauschende Mittel mit 8 Unfllen im Vergleich zur Gesamtunfallzahl noch gering, der Anteil der folgenlosen Drogenfahrten ist aber alarmierend. Seit geraumer Zeit hat sich die Polizei darauf eingestellt, sich das ntige Wissen angeeignet und mit Hilfe von technische Mitteln die Voraussetzungen geschaffen, Drogenfahrten relativ sicher zu erkennen und entsprechende Sanktionen einzuleiten. Wurde im Jahr 2005 noch 13 Drogenfahrten angezeigt, so waren es 2006 123. Im Jahr 2007 hatten wir trotz des geringeren Verfolgungsdrucks aus bekannten Grnden 98 Anzeigen. Nimmt man Alkohol- und Drogenfahrten zusammen, so bedeutet das: 770-mal Fahrverbot oder Fahrerlaubnisentzug. Diese Fahrzeugfhrer nehmen einen gewissen Zeitraum nicht am ffentlichen Straenverkehr aktiv teil und somit wird die Sicherheit im Straenverkehr erhht. Die Folge sind weniger Verkehrsunflle.
Bei allen Belastungen, war es ein zufrieden stellendes Jahr 2007. Im Jahr 2008 werden wir wieder den Flchendruck auf der repressiven Seite erhhen und prventiv die Aktion Schutzengel im Landkreis Nordvorpommern voranbringen. Wir sind der Auffassung, dass nur die Kombination von Prvention und Repression langfristig zum Erfolg und damit zur Senkung der Unfallzahlen mit Getteten und Verletzten auf unseren Straen fhren kann.