Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion Stralsund 2008

Stralsund, Nordvorpommern, Insel Rgen. Im Schutzbereich der Polizeidirektion Stralsund kamen im Jahr 2008 16 Personen ums Leben. Das ist ein historischer Tiefststand. Der Leiter der Polizeidirektion Stralsund, Polizeidirektor Siegfried Bru: „Ich freue mich sehr, dass unsere Verkehrsberwachungsmanahmen, Initiativen und Aktionen fr mehr Sicherheit im Straenverkehr Frchte getragen haben!“

Im Verkehrsablauf wirken die Faktoren Mensch, Fahrzeug und Strae. Der Mensch ist dabei in den Mittelpunkt aller Betrachtungen zu stellen. Die einzelnen Faktoren so in Einklang zu bringen, dass ein hohes Ma an Verkehrssicherheit gewhrleistet wird, ist Aufgabe der Straenverkehrsbehrden, der Straenbaulasttrger und der Polizei.

In den zurckliegenden Jahren gestaltete sich eine kontinuierliche Zusammenarbeit aller mit der Gewhrleistung einer hohen Verkehrssicherheit beauftragten Behrden und ffentlichen Einrichtungen. Begleitet von zahlreichen Initiativen der unterschiedlichsten Vereine, Organisationen und Institutionen entwickelte sich die gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit zur Erhhung der Verkehrssicherheit zunehmend erfolgreicher.

Siegfried Bru: „Die Straen in unserer Region sind sicherer geworden. Das ist ein Verdienst der engagierten Arbeit der vielen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten. Dafr mchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken und wnsche mir weiterhin eine so gute Zusammenarbeit.“

Dabei gilt es, die gewonnenen Erfahrungen zu bndeln und zielfhrend zur Bekmpfung der Hauptunfallursachen im Straenverkehr, insbesondere der mit schweren Personenschden einzusetzen. Die Verstrkung der Prventionsarbeit, gepaart mit einer strkeren und unnachgiebigen Ahndung von Verkehrsversten, insbesondere grober Missachtungen von Verkehrsregeln, sind hierfr geeignete Mittel und Wege.

Das Projekt „Schutzengel“ (gestartet am 10. Mrz 2008) zeigt hier deutlich seine positive Auswirkung. Polizeidirektor Bru: „Es ist mir ein sehr groes Anliegen, heute mitteilen zu drfen, dass das Projekt Schutzengel im Landkreis Nordvorpommern eine sehr berragende Wirkung gezeigt hat. Unter der Schirmherrschaft des Landrates von Nordvorpommern setzen sich junge Frauen dafr ein, dass sich ihre gleichaltrigen jungen Mnner an die Verkehrsregeln halten. Ein herzliches Dankeschn an diese jungen Frauen. Auch wenn das erste Jahr des Projektes noch nicht zu Ende ist, lsst sich heute schon sagen, dass die Verkehrsunflle mit getteten oder schwerverletzten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren im Landkreis Nordvorpommern sich mehr als halbiert haben.“

Messlatte fr die Verkehrssicherheit sind die Verkehrsunflle und ihre Folgen. Die vorlufige Verkehrsunfallstatistik der ersten drei Quartale 2008 weist einen Rckgang der Verkehrsunflle mit Personenschden um 15,5 % aus (Zahlen fr das gesamte Jahr 2008 knnen noch nicht genannt werden). Die Folgen der Unflle sind oft verbunden mit persnlichem Leid und hohen volkswirtschaftlichen Schden.

Seit 1993 haben wir den tiefsten Stand bei den Verkehrstoten erreicht. Im Jahr 1993 waren 100 gettete Verkehrsteilnehmer in unserem Schutzbereich zu beklagen, im Jahr 2008 mit 16 Getteten nur noch ein Bruchteil von 1993.

Erfreulich ist auch der Rckgang der tdlich verletzten jungen Verkehrsteilnehmer im Alter von 16 bis 25 Jahren. Betrachten wir die Jahre von 2005 bis 2008, dann ist festzustellen, dass im Jahr 2005 noch 18 junge Menschen bei Verkehrsunfllen gettet wurden und im Jahr 2008 vier.

Durch eine nach rtlichen und zeitlichen Schwerpunkten ausgerichtete polizeiliche Verkehrsberwachung wurde auf die Verhaltensweisen der Fahrzeugfhrer eingewirkt. Bei der Bekmpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit wurden ca. 40000, beim berholen ca. 300 und bei Alkohol ca. 750 Verste angezeigt.

Aber nicht nur repressive Manahmen sondern auch prventive haben wesentlichen Einfluss auf die positive Verkehrsunfallentwicklung. Solche Initiativen wie z. B. „An der Kste mit Licht“, „Fifty- Fifty- Taxi“, „Gib 8 im Verkehr!“, „Fahr Rad – aber sicher“ und „Auf Rgen mit Licht“ sind untersttzend fr die Verkehrssicherheit auf unseren Straen.