Archiv für die Kategorie ‘Verkehr’

Polizei untersagt Schwertransporter die Weiterfahrt

Freitag, 21. Mai 2010

Sassnitz (Insel Rügen). Die Polizei hat am 20.05.2010 einem Schwertransporter die Weiterfahrt untersagt, weil die Achslasten und das Gesamtgewicht erheblich überschritten waren. Zwei Beamte sollten den Transport gegen 21.00 Uhr vom Hafen Mukran bis zur Autobahn 20 begleiten. Die Sattelzugmaschine und der Auflieger mit dem geladenen Kran duften laut Genehmigung ein Gesamtgewicht von 95 Tonnen haben. Eine Wägung vor Ort ergab jedoch eine Überschreitung des zGG um 6,5 Prozent (6200 kg). Die Achslasten am Sattelanhänger waren um 19,5 Prozent (11500 kg) überschritten. Damit wurde der Transport untersagt. Die Firma gab am nächsten Tag an, die Ballastgewichte irrtümlich am Kran gelassen zu haben. Welchen Verzug die nicht angelieferte Baumaschine für andere Firmen bedeutet, kann nicht gesagt werden.

Rügen: Autotransporter mit defekten Bremsen stillgelegt

Donnerstag, 20. Mai 2010

Ralswiek (Insel Rügen). Der Verkehrsüberwachungsdienst Bergen führte am 19.05.2010 Geschwindigkeitskontrolle auf der B 96 (Höhe Abfahrt Ralswiek) durch. Gegen 18.50 Uhr wurde ein Autotransporter mit Anhänger aus Tschechien gemessen. Die Geschwindigkeit betrug 86 km/h, vorwerfbar waren 83 km/h. Beim Anhalten hatte der 37-jährige Fahrer augenscheinlich Probleme sein Fahrzeug zum Stehen zu bekommen. Für die Geschwindigkeitsüberschreitung wurde eine Sicherheitsleistung von 105 Euro erhoben. Danach kontrollierten die Beamten den Zustand der Bremsen und stellten deutliche Risse an den Bremsscheiben fest. Die linke Bremsscheibe war einmal und die rechte sogar zweimal durchgebrochen. Eine Weiterfahrt wurde untersagt. Ein Sachverständiger der DEKRA bestätigte die Feststellungen.

Eine weitere Sicherheitsleistung in Höhe von 175 Euro wurde damit fällig. Der Fahrer kam aus Schweden und war auf dem Weg zur Beladung nach Cuxhaven um dann noch am selben Tag nach Tschechien zurückzufahren. Jetzt werden die zukünftigen Fahrzeugbesitzer etwas länger auf ihre Autos warten müssen. Die Reparatur soll am 20.05.2010 in einer Werkstatt in Bergen erfolgen.

Verkehrsunfallbilanz 2009 - Schutzbereich der Polizeidirektion Stralsund

Freitag, 16. April 2010
Foto: PD Stralsund

Foto: PD Stralsund

Stralsund, Nordvorpommern, Rügen. Im Jahr 2009 verunglückten auf den Straßen des Schutzbereiches der Polizeidirektion Stralsund 1.180 Personen. Damit setzt sich der positive Trend fort, 1993 gab es noch 2.363 verunglückte Personen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle blieb mit 8.978 konstant bei knapp unter 9.000, wie in den vergangenen Jahren.

Im Verkehrsablauf wirken die Faktoren Mensch, Fahrzeug und Straße. Der Mensch ist dabei in den Mittelpunkt aller Betrachtungen zu stellen. Die einzelnen Faktoren so in Einklang zu bringen, dass ein hohes Maß an Verkehrssicherheit gewährleistet wird, ist Aufgabe der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaulastträger und der Polizei.

In den zurückliegenden Jahren gestaltete sich eine kontinuierliche Zusammenarbeit aller mit der Gewährleistung einer hohen Verkehrssicherheit beauftragten Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Der Leiter der Polizeidirektion Stralsund, Polizeidirektor Bruß: “Obwohl diese Zusammenarbeit auf hohem Niveau abläuft und die Mitarbeiter hoch motiviert sind, konnten wir die Anzahl der Unfalltoten aus dem Jahr 2008 (16 Getötete) im Jahr 2009 nicht halten. Hier waren 29 Getötete zu beklagen!” Diese Getöteten verteilen sich auf Nordvorpommern mit 21, Rügen mit sieben und Stralsund mit einem. Als Hauptunfallursachen bei nicht unbedeutenden Verkehrsunfällen stehen unangepasste Geschwindigkeit, Fehler beim Überholen und Alkohol am Steuer nach wie vor an vorderster Stelle.

Polizeidirektor Bruß: “In unseren Kontrollen legen wir Hauptaugenmerk auf die Unfallursachen. Im Jahr 2009 haben die Beamten 42.814 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, 404 Kraftfahrer zur Verantwortung gezogen, die riskant und grob verkehrswidrig überholten und 253 betrunkene Fahrzeugführer aus dem Verkehr geholt!”

Das Projekt Schutzengel weitet sich aus, am 10. März 2008 im Landkreis Nordvorpommern gestartet, im April 2009 auf die Hansestadt Stralsund erweitert, soll in diesem Jahr auf die Insel Rügen übertragen werden. Anliegen der Ernennung zum Schutzengel ist es, die jungen Frauen zu motivieren, auf ihre Partner und Freunde einzuwirken, mit dem Auto nicht zu rasen und nicht unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu fahren. Sie können auf diese Weise mithelfen, dass nicht länger so viele junge Menschen auf unseren Straßen verunglücken wie bisher. Appelliert wird auf diese Weise an Ihre Vernunft, denn junge Frauen sind verantwortungsvoller als ihre männlichen Altersgenossen wenn es um Sicherheit, Rücksicht und Einsicht geht.

Videowagen der Polizei hält Langsamfahrer an

Freitag, 05. März 2010

Stralsund. Gewöhnlich sind die Videowagen der Polizei auf der “Jagd” nach Schnellfahrern. Am Vormittag des 05.03.2010 zogen die Beamten der Polizeidirektion jedoch einen Langsamfahrer aus dem Verkehr. Der 74-Jährige war gegen 11.00 Uhr mit seinem Seat Marbella auf der B 96, Ortsumgehung Stralsund, in Richtung Brandshagen unterwegs.

Diese Kraftfahrtstraße darf nur von Fahrzeugen mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h befahren werden. Somit hätte der Rentner aus dem Landkreis diese Strecke mit seinem auf 25 km/h gedrosselten Fahrzeug großräumig umfahren müssen. Auf Unwissenheit kann der Mann sich nicht berufen, da er am 17.02.2010 das gleiche Husarenstück schon mal versucht hatte.

Lkw mit Mängel - Bereifung abgefahren

Mittwoch, 10. Februar 2010
Foto: PD Stralsund

Foto: PD Stralsund

Bergen (Insel Rügen). Im Rahmen einer Verkehrskontrolle stellten die Beamten einen LKW mit erheblichen Mängeln fest. Die Beamten des Verkehrsüberwachungsdienstes führten am 10. Februar stichpunktartige Kontrollen durch. Am diesem Iveco-LKW mit Kofferaufbau aus dem Landkreis Demmin waren augenscheinlich die Haupt- und die Abgasuntersuchung sowie das EG Kontrollgerät abgelaufen. Der 45-jährige Fahrer legte eine Prüfbescheinigung des DEKRA vom 04.01.2010 vor aus dem hervorging, dass der LKW erhebliche Mängel aufwies. Die Überprüfung vor Ort ließ erkennen, dass keine oder nur einige Mängel beseitigt wurden. Nach wie vor war unter anderem der vordere rechte Reifen abgelaufen und das mit einem 12 Tonnen schweren Fahrzeug bei den winterlichen Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen. Eine Weiterfahrt wurde vor Ort untersagt bis mindestens der Reifen gewechselt war. Gegen Halter und Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Auch Kühe sind nur arme Schweine

Freitag, 15. Januar 2010

Stralsund. Einer Verkehrsstreife der Inspektion Zentrale Dienste Stralsund hat am Morgen des 15.01.2010 einen Viehtransporter überprüft und erhebliche Mängel festgestellt. Die geschulten Augen der auf Lkw-Kontrollen spezialisierten Beamten bemerkten gegen 8.10 Uhr auf dem Platz des 17. Juni einen Lkw mit Viehanhänger aus dem Landkreis Bad Doberan im Gegenverkehr. Beide Fahrzeuge waren augenscheinlich überladen. Bei der Kontrolle wurden elf Rinder als Ladung festgestellt, die sehr dicht gedrängt auf der Ladefläche standen.

Deshalb wurde das Veterinäramt Stralsund hinzugezogen. Eine Wägung des Anhängerzuges ergab eine Überladung um 35 Prozent. Eine Weiterfahrt wurde untersagt und konnte erste gegen 11.00 Uhr nach einer Teilentladung erfolgen. Neben einem Bußgeld für die Überladung muss der Fahrer auch möglicherweise mit einer Anzeige vom Veterinäramt rechnen.

Raser mit 200 km/h auf dem Rügenzubringer

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Stralsund. Eine Videowagenbesatzung der Polizeidirektion Stralsund hat am Vormittag des 09.12.2009 einen BMW-Fahrer angehalten, der mit über 200 km/h auf dem Rügenzubringer (B 96) in Richtung A 20 unterwegs war. Der rasante Fahrstil des 52-jährigen Rüganers fiel den Beamten gegen 9.50 Uhr auf. Da bei dieser Geschwindigkeit von Vorsatz auszugehen ist, hat der Raser mit vier Punkten in Flensburg, drei Monaten Fahrverbot und einer Geldbuße von 1200 Euro zu rechnen.

Gestohlenen Pkw abgeschleppt

Montag, 16. November 2009

Stralsund. Am 14.11.2009 stellten die Beamten zwei Tatverdächtige, die mit einem Pkw einen in Fahndung stehenden Pkw abschleppten. Gegen 20.00 Uhr befuhr ein Beamter in Zivil die Ortsumgehung Stralsund und bemerkte die beiden Pkw VW. Um diese zu kontrollieren, forderte er vom Revier Unterstützung an.

Kurze Zeit später stoppten die Beamten den Pkw und kontrollierten die Personen. Dabei handelte es sich um einen 29-jährigen Stralsunder und einen 25-Jährigen aus Grimmen. Bei der Überprüfung des geschleppten Pkw, der keine Kennzeichen hatte, wurde festgestellt, dass dieser seit dem 08.11.2009 in Fahndung steht. An diesem Tag wurde er entwendet. Zur Herkunft dieses Pkw machten die beiden widersprüchliche Angaben. Eine Überprüfung der Personen ergab, dass beide eine Bewährungszeit absolvieren. Sie sind einschlägig bekannt. Die Beamten nahmen beide vorläufig fest, der VW wurde sichergestellt.

Nach der Anhörung im Revier Stralsund (beide machten keine Aussage) konnten sie am 15.11.2009 die Dienststelle verlassen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Mit 1,35 Promille über die Insel

Montag, 12. Oktober 2009

Bergen (Insel Rügen). Die Polizei auf der Insel hat am Abend des 11.10.2009 einen alkoholisierten Fahrer eines Mercedes-Kleintransporters aus dem Verkehr gezogen. Ein Autofahrer meldete kurz vor 18.00 Uhr, dass das Fahrzeug auf dem alten Rügendamm gefährlich überholt und sehr schnell unterwegs ist. Polizeibeamte wollten den 33-jährigen Fahrer aus Stralsund auf der B 96 bei Teschenhagen mit der Anhaltekelle stoppen. Dies ignorierte der Fahrer und gab weiter Gas. Erst nach einer kurzen Verfolgung mit Blaulicht war die Fahrt zu Ende. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,35 Promille. Gegen den Mann wurde Strafanzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung erstattet.

Fahrradkontrollen in Stralsund

Freitag, 09. Oktober 2009

Stralsund. Sehen und Gesehen werden ist für alle Verkehrsteilnehmer wichtig, für Radfahrer und Fußgänger manchmal sogar überlebenswichtig. Aus diesem Grund haben Stralsunder Polizisten am Nachmittag und am späten Abend des 08.10.2009 ihr Augenmerk besonders auf die Radfahrer gerichtet. Dabei wurde festgestellt, dass einige in der Dunkelheit ohne Licht unterwegs waren oder gar keine technischen Voraussetzungen dafür an ihrem Drahtesel hatten. Viele Radler hatten auch Probleme mit der Beachtung von Verkehrszeichen. 19 von ihnen müssen ein Verwarngeld wegen Befahrens der Fußgängerzone in der Altstadt entrichten. Sechs Verwarngelder wurden fällig wegen des Fahrens ohne Licht bzw.  technischer Mängel.

Die Polizei appelliert an alle Auto- und Radfahrer, sich auf die dunkle Jahreszeit einzustellen und die Beleuchtungseinrichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls in Ordnung zu bringen